Traditionelle Stuttgarter Weinstube am Rand des Bohnenviertels - Maultaschen, Spätzle und württembergischer Wein in einer Einrichtung, die sich seit 1963 kaum verändert hat.
Geschichte: von der Weinstube Widmer zum Fröhlich
Eröffnet wurde das Haus 1963 - damals allerdings unter anderem Namen: als Weinstube Widmer. Den heutigen Namen trägt es erst seit 1988, als Hans Fröhlich die Stube übernahm und ihr seinen Familiennamen gab.
Bemerkenswert ist, was in den Jahrzehnten seither *nicht* passiert ist: Die Einrichtung stammt im Kern noch aus dem Eröffnungsjahr 1963. Wer hier sitzt, sitzt in einem Stück Stuttgarter Gastronomie-Geschichte, das keine Renovierungswelle glattgebügelt hat.
Geführt wird die Weinstube heute von der geschäftsführenden Gesellschafterin Mancika Kohler-Kešinović. Seit Januar 2024 sind mit VfB-Vorstandschef Alexander Wehrle und Jens Zimmermann (Pro Stuttgart) zwei bekannte Stuttgarter Namen als Mitgesellschafter an Bord - ein Signal, dass die Stadt ihre klassischen Stuben erhalten will.
Küche: schwäbisch, handgemacht, täglich frisch
In der Küche steht seit 2009 Andreas Neu. Die Karte bleibt bei dem, was eine Weinstube können muss: Spätzle, Maultaschen und Kartoffelsalat werden täglich frisch gemacht - nicht als Marketing-Versprechen, sondern als Arbeitsroutine.
Das Haus zählt rund 60 Plätze im Innenraum plus acht Plätze am Tresen. Wer allein kommt, sitzt am Tresen meist am besten.
Wein: nach Geschmack sortiert, nicht nach Herkunft
Die Weinkarte wird quartalsweise neu zusammengestellt und setzt auf Winzer aus der Region. Eine Eigenheit hebt sie von den meisten Stuben ab: Die Weine sind nicht nach Herkunft geordnet, sondern nach Geschmacksprofil. Das macht die Karte für alle lesbar, die mit Lagennamen wenig anfangen können.
Praktisch
Geöffnet ist Dienstag bis Samstag ab 17:30 Uhr; Sonntag und Montag sind Ruhetage. Von Mai bis September kommt der Garten dazu.
Die Öffnungszeiten auf Portalen und Aggregatoren weichen teils ab - verlässlich ist die offizielle Website. Reservierung lohnt sich, das Haus ist klein.