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Freizeit

Stuttgarts Bäderkultur: Mineralbäder, Thermen und Wellness

Unter Stuttgart sprudelt das zweitgrößte Mineralwasservorkommen Europas. Hier kommt dein Überblick über die Thermen, Mineralbäder und Saunalandschaften der Stadt.

Stuttgart ist Auto-Stadt, Kessel-Stadt, Wein-Stadt. Und Bäder-Stadt. Direkt unter der Innenstadt liegt das zweitgrößte Mineralwasservorkommen Europas, nur Budapest hat mehr. Rund 44 Millionen Liter Mineralwasser steigen täglich aus den Quellen in Bad Cannstatt und Berg an die Oberfläche. 19 Quellen sind erfasst, 13 davon staatlich als Heilquellen anerkannt. Daraus speisen sich öffentliche Trinkbrunnen und drei echte Mineral- und Thermalbäder.

Das Wasser braucht rund 15 bis 20 Jahre, bis es als Regen versickert und über den Oberen Muschelkalk wieder nach oben kommt. Auf dem Weg nimmt es jede Menge Mineralsalze auf. Die heilende Wirkung war schon den Römern bekannt, die sich in Cannstatt niederließen. Was du daraus heute machst: baden, schwitzen, abschalten.

Die drei Mineralthermen: Leuze, SoleBad Cannstatt, Mineralbad Berg

Stuttgart hat drei kommunale Mineralbäder, alle mit echtem Thermalwasser aus den eigenen Quellen. Das ist der Kern der Stuttgarter Bäderkultur, kein Marketing-Begriff.

DAS LEUZE

Die Erlebnistherme direkt am Neckar im Stadtteil Ost, gleich neben dem Mineralbad Leuze. Großzügige Innen- und Außenbecken mit warmem Mineralwasser, dazu eine eigene Saunalandschaft. Das Leuze ist das bekannteste der drei Bäder und an Wochenenden entsprechend voll. Wer Ruhe will, kommt früh.

SoleBad Cannstatt

Früher als MineralBad Cannstatt bekannt, heute SoleBad Cannstatt. Vier staatlich anerkannte Heilquellen speisen die Becken. Die Saunalandschaft trägt das Fünf-Sterne-Siegel SaunaPremium des Deutschen Sauna-Bunds, also kein Beiwerk, sondern ein eigener Anziehungspunkt. Liegt zentral in Bad Cannstatt, gut erreichbar.

Mineralbad Berg

Das kleinste und ursprünglichste der drei. Mineralbad Berg ist eher klassisches Schwimmbad als Wellness-Tempel, mit Außenbecken und Blick Richtung Stadt. Bei Stammgästen beliebt, weil es ohne großen Erlebnis-Schnickschnack auskommt. Wer das ehrliche Mineralwasser-Erlebnis sucht, ist hier richtig.

SchwabenQuellen: Sauna-Welt im SI-Centrum

Wenn du dir eine reine Sauna- und Wellnesslandschaft wünschst, sind die SchwabenQuellen im SI-Centrum in Möhringen die Adresse. Über 7.000 Quadratmeter mit Themen-Saunen, Aufgüssen, Badelagunen, Dampfbädern und Ruhezonen. Im Sommer gibt es einen Außenbereich mit Strand-Feeling. Anders als in den kommunalen Bädern geht es hier überwiegend textilfrei zu, an einzelnen Tagen gibt es Textil- oder Damen-Zeiten. Prüf vorab die Regeln auf der offiziellen Seite, sie ändern sich saisonal.

Freibäder und Schwimmbäder

Neben den Mineralbädern betreiben die Stuttgarter Bäder mehrere Frei- und Hallenbäder über die Stadt verteilt. Familienfreundlich, mit Becken für jedes Alter:

  • Höhenfreibad Killesberg: Schwimmen mit Aussicht, hoch über der Stadt am Killesberg. Im Sommer einer der schönsten Freibad-Spots Stuttgarts.
  • Bäder in den Stadtteilen: Von Zuffenhausen bis in den Süden verteilen sich Hallen- und Freibäder, viele mit Kinderbecken und Liegewiesen.

Welches Bad gerade geöffnet ist und was es kostet, ändert sich saisonal. Die aktuellen Öffnungszeiten und Preise findest du immer auf der offiziellen Seite der Stuttgarter Bäder, wir nennen hier bewusst keine Tagespreise.

Tipps für deinen Bädertag

  • Früh kommen: Vormittags und unter der Woche sind die Bäder deutlich leerer als am Wochenende.
  • Vorher checken: Öffnungszeiten, Sauna-Aufgusspläne und Textil-Regeln vorab anschauen, gerade bei den SchwabenQuellen.
  • Heilwasser trinken: An mehreren öffentlichen Brunnen in Bad Cannstatt und Berg kannst du das Mineralwasser kostenlos probieren.
  • Anreise: Cannstatt und Berg sind gut mit der S-Bahn und Stadtbahn erreichbar, das spart die Parkplatzsuche.

Häufige Fragen

Wie viele echte Mineralbäder hat Stuttgart?

Drei kommunale Mineral- und Thermalbäder mit echtem Heilwasser: DAS LEUZE, SoleBad Cannstatt und Mineralbad Berg. Dazu kommen die SchwabenQuellen als reine Sauna- und Wellnesslandschaft.

Stimmt es, dass Stuttgart so viel Mineralwasser hat?

Ja. Stuttgart sitzt auf dem zweitgrößten Mineralwasservorkommen Europas nach Budapest. Täglich treten rund 44 Millionen Liter aus 19 Quellen aus, 13 davon sind als Heilquellen anerkannt.

Welches Bad eignet sich für Familien?

Für Familien sind die Frei- und Hallenbäder wie das Höhenfreibad Killesberg gut geeignet, mit Kinderbecken und Liegewiesen. Die SchwabenQuellen sind dagegen eine reine Erwachsenen-Wellnesswelt.

Kann man das Stuttgarter Heilwasser trinken?

Ja, an mehreren öffentlichen Trinkbrunnen in Bad Cannstatt und Berg. Das Wasser gilt als mineralreich und wird traditionell auch für Trinkkuren genutzt.

Mehr Ideen für freie Tage in der Stadt findest du in unseren Tipps zu Parks und Aussichtspunkten sowie im Reiseplaner für Stuttgart mit Kindern. Eine Übersicht aller Bäder gibt es in der Kategorie Mineralbäder.

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